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So

23

Nov

2014

Wenn Zweifel alles sind, was du kennst

Da liegen sie, Tag um Tag, Woche um Woche. Ich sehe sie, wann immer ich von meinem Sofa aufblicke und doch ist da diese Barriere, die mich einzäunt und daran hindert weiterzumachen. Klagend rufen sie nach mir, sie alle, denen ich das Leben geschenkt habe und die ich nun ignoriere.


Ein halbes Jahr ist es auf den Tag genau her, seit wir uns das letzte mal gesehen haben. Eine halbe Ewigkeit. Aber es war richtig so, es musste sein. Wir beide brauchten Abstand.


Gestern Abend habe ich den Kreislauf durchbrochen, bin aufgestanden, habe mir den Ordner geschnappt und mir die bereits bestehenden hundert Seiten des zweiten Teils durchgelesen - das erste Mal, seit ich sie geschrieben hatte. Ich hatte einen Kloß im Hals, war mir nicht einmal mehr sicher, ob es überhaupt einen Sinn ergab, was ich vor so vielen Monaten zu Papier gebracht hatte. Ich hatte Angst davor, dass es nicht genügt, dass ich das, was ich so voller Eifer begonnen hatte, nicht zu Ende bringen würde.


Ich habe mich geirrt. Es ist bei nicht perfekt, aber es ist auch nicht so schlecht, wie ich es mir Tag um Tag eingeredet hatte. Meine Gedanken haben so sehr an Szenen gefeilt, verworfen, neu ersponnen, dass ich ganz aus den Auge verloren hatte, was ich bereits erschaffen hatte.


Ich habe einmal zu einem früheren Zeitpunkt geschrieben, dass es Emilia und Robert waren, die damals dafür gesorgt hatten, dass es ein erstes Buch gab. Ich war es ihnen schuldig, ihre Geschichte zu erzählen. Eine Geschichte, die nur ich kannte und zu beenden fähig war. Und die beide sind es noch heute, die treibende Kraft hinter allem. Das macht es auch so schwer, macht es mir so schwer, diese Mauer aus Zweifeln und Ängsten einzureißen und weiterzumachen. Was, wenn ihnen das, was ich mir für sie erdacht hatte, nicht gefiel? Wenn es Euch da draußen nicht gefiel?


Früher war alles leichter, habe ich es einfach so getan, hab mir Szenen überlegt und sie so geschrieben,  wie ich es für richtig hielt. Aber das ist jetzt anders, jetzt gibt es Euch, meine Leser, denen ich etwas bieten möchte. Versteht mich nicht falsch, es ist das schönste Gefühl von allen, dass es Euch da draußen gibt und einige sehnsüchtig darauf warten, wie es weiter geht. Doch es ist auch ein Päckchen mehr auf meinem Rücken und in den letzten Wochen habe ich zugelassen, dass es mich erdrückt. Ich bin auch nur ein Mensch, der sich Gesagtes oder Geschriebenes zu Herzen nimmt und sich dabei in einem Studel aus Zweifeln verliert.


Ich weiß, ihr wollt etwas anderes hören. Ich weiß, ihr wollt hier lesen, dass es endlich fertig ist und ihr nicht mehr lange auf eine Fortsetzung warten müsst. Aber wisst ihr was, man bekommt nun mal nicht immer, was man will. Wenn es so wäre, sehe mein Tag auch anders aus.


Aber ich mache weiter, bin mitten drin, und ich werde es beenden. Ich kann Euch nicht sagen, wann es so weit sein wird. Diese Bürde werde ich nicht mehr tragen, aber ich kann Euch versichern, dass ich mit all meinem Herzblut die Geschichte so schreibe, wie Emilia und Robert es verdient haben.


Liebste Grüße

Eure Maria

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Mi

19

Mär

2014

Wenn es still wird… oder das Abenteuer Buchmesse

Tja, wenn die Stille einzieht, wenn sich kein Buchstabe auf dem Bildschirm zeigt, dann habe ich schon ewig keinen Artikel mehr in meinem Blog geschrieben… Asche auf mein Haupt, ich stell mich in die Ecke, ich schäme mich in Grund und Boden – aber es ist ja nicht so, dass ich euch nicht vorgewarnt hätte (siehe mein erster Blog-Post).

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Sa

05

Okt

2013

Ich bin ein Pawlowscher Hund

Iwan Petrowitsch Pawlow, ein russischer Mediziner und Physiologe, gilt als Entdecker der klassischen Konditionierung. Das bekannteste Beispiel hierfür ist der Pawlowsche Hund, bei dem die Gabe von Futter immer wieder mit einem Glockenton verbunden wurde. Nach mehreren Wiederholungen war schon allein auf den Glockenton hin ein Speichelfluss des Hundes zu beobachten. Ein Phänomen, das auch meine beiden Kater immer wieder zeigen, wenn das Rascheln mit der Leckerli-Tüte überglückliche Extase auslöst.

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So

15

Sep

2013

Bloß nicht in der Versenkung verschwinden

Seit einer Woche ist es nun geschafft. Für 5 Tage stand mein kleiner Schatz sogar kostenlos zum Verkauf. Aber was bleibt davon hängen? Hat das jetzt wirklich etwas gebracht? Entfernt es mich einen Schritt vom Abgrund der Bedeutungslosigkeit?

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So

08

Sep

2013

Wenn dein Schützling das Licht der Welt erblickt

Zugegeben, eigentlich war es schon Freitag gegen 22:30 Uhr, als es Amazon schneller als erwartet geschafft hat, meinen kleinen Schützling online zu stellen. Aber das Gefühl am Sonntag morgen (also jetzt grade) ist immer noch unverändert - eine Mischung aus Freude, überschwänglichen Glücks mit einer Prise Angst, was den die Welt dort draußen denken wird.

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Di

03

Sep

2013

Noch noch ein paar mal schlafen

Es ist eigentlich schon geschafft, hochgeladen habe ich es schon und was die Veröffentlichung angeht bin im Moment nur noch von äußerlichen Faktoren abhängig, die ich selbst leider nicht beeinflussen kann. Irgendwann, ich hoffe doch es dauert nur noch ein paar Tage, dann ist es soweit und ihr könnt mein Ebook auf Amazon kaufen.

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So

18

Aug

2013

Ist es schwer, ein Buch zu schreiben?

Diese Frage habe ich mir zu Beginn auch gestellt. Heute vor genau einem halben Jahr habe ich den Entschluss gefasst, egal wie schwer es auch sein möge, es zu versuchen. Es ist also mal Zeit für ein Resümee.

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Sa

10

Aug

2013

Nicht schon wieder ein Autorenblog

Bestsellerautoren haben ihn, Selfpublisher sowieso, und nun auch ich - einen Autorenblog. Das Netz ist überfüllt mit Anekdoten und Alltagsgeschichten, die den einen interessieren und den anderen wiederrum nicht. Ich selbst war bis dato (und das muss ich an dieser Stelle einfach mal loswerden) kein großer Freund von Blogs, gleich welchem Thema sie sich auch widmen.

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